Autor: antifa

  • 16.01.2026 | Flora – Theater am Schulterblatt. Bauheft Präsentation mit dem Schaff-Verlag

    In mehrfacher Hinsicht hat das Gebäude der Roten Flora mit seiner rund 136jährigen Geschichte monumentale Bedeutung erlangt:

    Als gelungenes Beispiel ziviler Denkmalpflege, als verbliebener Zeuge des Ringens um selbstbestimmte, innerstädtische Räume, als Refugium nichtkommerzieller Kulturangebote. 

    2025, zehn Jahre nach Erscheinen der ersten Auflage, hat der schaff-Verlag die Zweitauflage des „Hamburger Bauheftes“ Nr. 10 über das „Flora-Theater am Schulterblatt“ herausgebracht: Es beleuchtet die Baugeschichte dieses letzten, noch intakten Zeugnisses gründerzeitlicher „Feierabendarchitektur“ und würdigt die Leistungen des „Denkmalschutzes von unten“, wie sie von den Mitwirkenden im Zuge der „Sommerbaustelle“ 2015 vollbracht wurden.

    Am 16.1. laden wir zur Präsentation dieses Heftes und zur gemeinsamen Reise durch die Geschichte des Hauses. Mit dabei: Hini Schultze, fotografischer Rote-Flora-Chronist der ersten Stunde. Wir freuen uns über eine gemeinsame, bebilderte Reise durch die Geschichte der Flora.

    Einlass ab 19 Uhr | Beginn um 20 Uhr | Rote Flora

  • 06.02.2026 | „Anarchisten gegen Hitler“ – Lesung und Diskussion. Eine Veranstaltung mit Rudolf Mühland

    Der Sammelband „Anarchisten gegen Hitler“ beleuchtet einen oft übersehenen Teil des antifaschistischen Widerstands: Anarchistische Gruppen und Einzelpersonen, die sich dem Nationalsozialismus widersetzten. Er zeigt, wie sie trotz Repression und Illegalität in dezentralen Strukturen Widerstand organisierten, Informationen verbreiteten und solidarisch handelten.

    Angesichts erstarkender rechter Parteien, nationalistischer Tendenzen und zunehmender Autoritarisierung stellt sich die Frage nach Widerstand und Zivilcourage neu. Die historischen Beispiele machen deutlich, dass Widerstand häufig im Alltag beginnt. In Netzwerken, Selbstorganisation und praktischer Solidarität, besonders dort, wo staatliche Institutionen versagen oder Teil des Problems sind.

    Die Veranstaltung lädt dazu ein, aus diesen Erfahrungen Lehren für heutige antifaschistische Praxis zu ziehen und über Handlungsmöglichkeiten in der Gegenwart zu diskutieren.

    Küfa ab 18 Uhr | Beginn um 19 Uhr | Rote Flora

  • 08.02.2026 | IRAN 2026 – Zwischen Aufstand, Repression und internationaler Solidarität. Veranstaltung mit Kazem Moussavi

    Seit Ende 2025 befindet sich der Iran erneut in massiven sozialen und politischen Unruhen. Was als Protest gegen wirtschaftliche Not, Korruption und staatliche Willkür begann, hat sich zu einem landesweiten Aufstand gegen das klerikal-autoritäre Regime entwickelt. Die Proteste richten sich gegen politische Repression, patriarchale Gewalt, religiösen Zwang und die systematische Unterdrückung von Frauen, queeren Menschen und Minderheiten.

    Die aktuellen Entwicklungen knüpfen an die Jina-Revolution („Frau, Leben, Freiheit“) an. Sie sind Ausdruck eines anhaltenden feministischen und emanzipatorischen Widerstands, der grundlegende Freiheitsrechte, Selbstbestimmung und soziale Gerechtigkeit einfordert. Trotz massiver Gewalt, Verhaftungen, Todesurteilen und internationaler Abschottung hält die Protestbewegung an ihren Forderungen fest.

    Die Islamische Republik reagiert mit brutaler Repression und versucht zugleich, sich international als stabiler Akteur zu inszenieren. Während Teile der internationalen Politik auf Appeasement oder Kooperation setzen, wird die Bedeutung transnationaler Solidarität und die Notwendigkeit klarer antifaschistischer Positionierungen immer offensichtlicher.

    In der Veranstaltung spricht Kazem Moussavi über die Dynamiken der aktuellen Proteste, die Rolle feministischer und säkularer Kräfte, die Situation der iranischen Exil-Opposition sowie über die Notwendigkeit von Allianzen zwischen iranischen Aktivist:innen, Antifaschist:innen und Feminist:innen weltweit.

    Gemeinsam wollen wir diskutieren, wie Solidarität praktisch werden kann – gegen klerikalen und politischen Faschismus, gegen Patriarchat und Unterdrückung und für eine emanzipatorische Perspektive jenseits der Islamischen Republik.

    Sonntag, 08.02.26 | Einlass ab 18 Uhr | Beginn um 19 Uhr | Rote Flora

  • 10.01.2026 | Free Clara! Free all Antifas!

    Demonstration in Solidarität mit allen inhaftierten, untergetauchten und angeklagten Antifas!

    Am Dienstag, den 13.01.2026, beginnt vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf der Prozess gegen Clara aus Hamburg und sechs weitere Antifaschist*innen, die sich den deutschen Behörden gestellt haben. 

    Ihnen allen wird vorgeworfen, im Februar 2023 in Budapest Nazis angegriffen zu haben.

    Bei dem sogenannten Tag der Ehre in Budapest versammeln sich jährlich tausende Neonazis, um an den Ausbruchsversuch von SS-Truppen und Wehrmacht kurz vor der Befreiung Budapests durch die Rote Armee im Jahr 1945 zu erinnern. Die Veranstaltung hat sich zu einem der symbolträchtigsten Ereignisse der ungarischen und europäischen Neonazi-Szene entwickelt und dient insbesondere der Vernetzung.

    Die Vorwürfe im Rahmen des sogenannten Budapest-Komplexes haben diverse Ermittlungen und Repressionsschläge gegen Antifaschist*innen nach sich gezogen, in denen der immense staatliche Verfolgungswille deutlich wird. Die Beschuldigten wurden per Öffentlichkeitsfahnung gesucht, ihre Umfelder drangsaliert und überwacht.

    Bereits vor dem Auftauchen der mittlerweile acht Antifaschist*innen wurde die nicht-binäre Person Maja Ende 2023 festgenommen und im Sommer 2024, unter Missachtung des Bundesverfassungsgerichts, offensichtlich gut vorbereitet und im Eilverfahren rechtswidrig nach Ungarn ausgeliefert. Die Haftbedingungen dort sind geprägt von Schikanen und Isolation, nicht zuletzt aufgrund der Nicht-Binärität von Maja im autoritär und queerfeindlich regiertem Ungarn. Auch ein Hungerstreik konnte die Situation nicht verbessern. Obwohl Majas gesundheitlicher Zustand zwischenzeitlich potentiell lebensbedrohlich war, ist nichts passiert. Im Februar 2025 wurde der Prozess von Maja in Budapest in den Prozess gegen zwei weitere Antifaschist*innen eingegliedert. Die Anklage fordert eine unfassbare Haftstrafe von über 20 Jahren. Ein Urteil wird am 20.01.2026 erwartet.

    Im September 2025 wurde Hanna in München in einem Prozess, welcher ausschließlich aus Indizien bestand, zu fünf Jahren Haft verurteilt. Das erste rechtskräftige Urteil im „Budapest-Komplex“ wirft der Antifaschistin gefährliche Körperverletzung und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vor.

    Auch Tobi, Johann und Nanuk sitzen in Deutschland in Haft, da ihnen unter anderem vorgeworfen wird, Teil einer kriminellen Vereinigug nach §129 StGB zu sein. Gemeinsam mit Paul stehen sie seit November 2025 im zweiten Teil des „Antifa Ost“-Verfahrens vor Gericht.

    Zaid, der syrischer Staatsbürger ist, und sich ursprünglich Anfang 2025 in Köln gestellt hatte, nutzte die Haftverschonung klug und stellte sich Anfang Oktober des gleichen Jahres den Behörden in Frankreich. Diese hatten bereits gegen die Auslieferung des Beschuldigten Gino geurteilt. Auch Gabriele aus Italien wurde nicht an Ungarn ausgeliefert. Während andere Staaten sich dazu entschieden, keine politisch motivierten Indizienprozesse zu führen, zeigt sich hieran der deutsche Verfolgungswille.

    Im Oktober 2025 entschied das EU-Parlament nur knapp, dass die politische Immunität der italienischen Abgeordneten Ilaria Salis, anders als von Ungarn beantragt, nicht aufgehoben wird. Auch ihr wird vorgeworfen, an den Aktionen 2023 beteiligt gewesen zu sein.

    Der „Budapest-Komplex“ ist aus Sicht der Repressionsbehörden die europäische Erweiterung des „Antifa Ost“-Verfahrens. Beide Verfahren sind Angriffe auf unsere gesamte politische Bewegung, es werden Einzelpersonen stellveretend vor Gericht gestellt. Unsere Genoss*innen sitzen im Knast, weil sie Antifaschist*innen sind.

    Die Kriminalisierung reiht sich ein in eine deutliche Zunahme der Repression gegen linke Aktivist*innen und Antifaschist*innen bundesweit. 

    Auch in anderen Staaten lässt sich eine ähnliche und mitunter noch stärkere Entwicklung feststellen. So wurde vor einigen Monaten in den USA und in Ungarn „die Antifa“ als Terrororganisation eingestuft. Währenddessen bereiten ungarische, deutsche und weitere internationale Neonazis den nächsten faschistischen Aufmarsch zum sogenannten Tag der Ehre im Februar 2026 vor. Wir rufen dazu auf, sich mit den Antifaschist*innen in Ungarn zu solidarisieren und auch beim kommenden „Tag der Ehre“ gemeinsam mit den Genoss*innen aus Budapest auf die Straße zu gehen. 

    Diese Repression zielt darauf ab, einen selbstbestimmten Antifaschismus und eine militante Praxis, die sich fernab staatlicher Kontrolle organisiert, zu kriminalisieren und zu unterbinden. Repression geht uns deshalb alle an: Wenn einzelne stellvertretend für den antifaschistischen Kampf angegriffen werden, dann werden wir alle getroffen.

    Die Repression verfolgt das Ziel, einzelne Individuen zu brechen, breite Solidarität zu verhindern, uns als Bewegung zu spalten und gesellschaftlich weiter zu isolieren. Es geht darum, antifaschistische Praxis zu diffamieren, in Zukunft durch Abschreckung zu verhindern und perspektivisch unmöglich zu machen. So werden antifaschistische Interventionen als Bedrohung dargestellt und Faschist*innen geschützt.

    Gerade in Zeiten, in denen Rechte und extreme Rechte im Parlament an Zustimmung gewinnen und versuchen, in Betrieben und auf der Straße Fuß zu fassen, ist es wichtig, sich den Rechtsradikalen mit verschiedenen Aktionsformen in den Weg zu stellen und Widerstand zu organisieren.

    Lasst uns gemeinsam eine politische Bewegung aufbauen, die all dem etwas entgegensetzt und uns auffängt. Repression darf nicht mehr individualisiert werden. „Gemeint sind wir alle“ muss endlich auch praktisch werden. Lasst uns den Angriff auf unsere Haltung ernst nehmen und unsere größte Waffe nutzen: die Solidarität.

    Wir stehen an der Seite von allen inhaftierten und untergetauchten Antifas, wir lassen niemanden allein. Deshalb wollen wir gemeinsam mit euch allen laut und wütend unsere Solidarität auf die Straße bringen.

    Für einen kämpferischen und konsequenten Antifaschismus. Für ein besseres Morgen! Antifaschismus in die Offensive! Freiheit und Glück für alle Inhaftierten und Untergetauchten!

    Für weitere Infos zum Komplex lest nach auf: basc.news und soli-antifa-ost.org

    Um unser Anliegen im Vordergrund stehen zu lassen, bitten wir euch, Partei – Organisations -, Territorial- und Nationalfahnen zu Hause zu lassen.

    Free Clara, Emmi, Paula, Nele, Luca, Moritz, Zaid, Paul, Hanna, Johann, Nanuk, Tobi und Maja!

    Free them all!

    10.01.2026 • 17:30 Uhr • Arrivati Park / Grüner Jäger (Hamburg)

  • 19.12.2025 | Jahresausklang

    Das Jahr neigt sich dem Ende zu und 2025 war für uns etwas ganz Besonderes: 10 Jahre Antifa-Tresen in der Roten Flora! Auch dieses Jahr war voll mit Aktionen, Gesprächen und Momenten, die in Erinnerung bleiben. Zum Jahresabschluss wollen wir’s daher ruhig angehen lassen, ein bisschen zurückblicken und gemeinsam mit euch das Jahr ausklingen lassen.

    Kommt vorbei, hängt mit uns ab, lernt neue Leute kennen oder trefft alte Bekannte. Es gibt vegane Waffeln und Crêpes mit verschiedenen Toppings, Glühwein, Punsch und die üblichen Kaltgetränke.

    Bringt eure Freund:innen mit und lasst uns zusammen einen gemütlichen Abend verbringen. Wir freuen uns auf euch!

    Geöffnet ab 19 Uhr | Rote Flora

  • 21.11.2025 | One Battle After Another – mit der VVN-BdA und WIDERSETZEN

    Antifa-Verbote in den USA, Ungarn und den Niederlanden, absurde Repressionen gegen Antifas. Eine CDU, die in ihrer Widerlichkeit alles rechts überholt, und mittendrin eine AfD, die sich genüsslich die Hände reibt. 

    Es ist längst überfällig, dass Antifaschist*innen wieder in die Offensive gehen und die AfD & andere rechte Strukturen entschlossen bekämpfen.

    Der Arbeitskreis Neofaschismus der VVN-BdA Hamburg wird seine Broschüre „Neofaschismus auf dem Vormarsch. Themen, Strategien und Netzwerke der AfD in Hamburg“ vorstellen. Die Publikation dient der kritischen Auseinandersetzung mit der Hamburger AfD.

    Danach wird WIDERSETZEN Hamburg über den Stand der Mobilisierung und die geplanten Aktionen gegen das Gründungstreffen der AfD-Jugend am 29.11.25 in Gießen berichten. Außerdem besteht die Möglichkeit, Bustickets für die gemeinsame Anreise aus Hamburg zu kaufen. Viele Busse werden aus Hamburg nach Gießen fahren, um die rechte Veranstaltung zu verhindern!

    Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, sich bei Getränken über den Vortrag auszutauschen und Pläne zu schmieden – um solidarisch und gemeinsam diesen beschissenen Zeiten etwas entgegenzusetzen.

    Kommt vorbei, bringt eure Freund*innen mit. Wir freuen uns auf euch.

    Einlass ab 19 Uhr | Beginn um 20 Uhr | Rote Flora

  • 17.10.2025 | Party – 10 Jahre Antifa-Tresen

    Im Oktober feiern wir 10 Jahre Antifa-Tresen in der Roten Flora!
    Seit dem ersten Tresen im Herbst 2015 haben wir regelmäßig Veranstaltungen organisiert, Filme geschaut, diskutiert, gespielt, Vorträgen gelauscht, Soli-Gelder gesammelt, gemütliche Kneipenabende zelebriert, BBQs im Garten veranstaltet – und noch vieles mehr.
    Jetzt ist es Zeit, all das gebührend zu feiern!

    Dabei sind:

    • DJ Circe
    • DJ Dancy Dance Explosion

    Mit dem Besten aus den 80ern und 90ern!

    Kommt vorbei, bringt eure Freund:innen und Genoss:innen mit, und lasst uns gemeinsam eine unvergessliche Party feiern!

    Beginn um 21 Uhr | Rote Flora

  • 02.10.2025 | Antifa Soliparty

    Antifa Soliparty mit

    • no nations no genres (Hits, Hits, Hits)
    • Reisegruppe Pädagogik (Techno/Trance)

    In der Nacht von Sonntag auf Montag (07./08.09.25) wurde ein Brandanschlag auf das Gartenhaus einer Genossin in Elmshorn verübt. Mehr Infos dazu u.a. bei https://www.instagram.com/zusammengegenrechtskreispi

    Mit der Soliparty wollen wir Geld sammeln, um zum Wiederaufbau beizutragen und die Strukturen vor Ort direkt zu unterstützen. Solidarität ist unsere Waffe!

    Donnerstag | 02.10.2025 | 22:00 Uhr | Rote Flora (Flokü)

  • 30.09.2025 | CADUS in Gaza – #GlobalSolidarityNOW

    Der Krieg in Gaza ist derzeit allgegenwärtig. Starke Meinungen und vermeintliche Lösungen sind oftmals schnell zur Hand, berücksichtigen aber selten die Komplexität der Konflikte. Doch wie kann praktische Solidarität jenseits von Debatten in linken Strukturen aussehen?

    CADUS arbeitet seit Jahren in Kriegs- und Krisengebieten. In Gaza unterstützen sie dort, wo Hilfe am dringendsten gebraucht wird: mit medizinischer Versorgung, technischer Infrastruktur und in enger Zusammenarbeit mit lokalen Akteur*innen (z.B. Palestine Red Crescent Society).

    Wir laden euch ein zu einem Vortrag über die  Arbeit von CADUS in Gaza. Über konkrete Projekte, die alltäglichen Herausforderungen und die Frage, was es heißt, Solidarität in einem Konfliktkontext praktisch werden zu lassen.

    Küfa ab 19.30 Uhr | Beginn um 20 Uhr | Rote Flora

  • 19.09.2025 | Gedenken erkämpfen – autonom, antifaschistisch

    Am 24. Oktober 2010 wurde Kamal K. in Leipzig von zwei Neonazis vor dem Hauptbahnhof ermordet. Er ist eines von zehn Todesopfern rechter Gewalt in Leipzig seit 1990. Bei unserem Tresen im September wird es einen Vortrag über die Hintergründe der rechten Morde in Leipzig und die Notwendigkeit einer dezidiert antifaschistischen Gedenkpraxis geben.

    Zudem werden die Vortragenden aus Leipzig auf die Demonstration „Gedenken erkämpfen – autonom, antifaschistisch“ am 25. Oktober 2025 in Leipzig eingehen, zu der wir Euch ausdrücklich aufrufen möchten.

    Link zum Aufruf: https://www.rassismus-toetet-leipzig.org/index.php/aufruf-gedenken-erkaempfen-autonom-antifaschistisch-ten-more-years-of-anger-and-sorrow

    Einlass ab 19 Uhr | Beginn um 20 Uhr | Rote Flora