23.11.2026 | „Die Geschichte der Leipziger Meuten – Jugend im Nationalsozialismus“ Lesung mit Sascha Lange

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Während der Zeit des Nationalsozialismus gab es überall in Deutschland oppositionelle Jugendgruppen. Leipzig war eines der Zentren. Bis zu 1.500 Mädchen und Jungen trafen sich ab Mitte der 1930er Jahre im Stadtgebiet in Cliquen jenseits der Hitlerjugend und lehnten sich gegen das NS-Regime auf. Viele von ihnen kamen aus kommunistischen und sozialdemokratischen Familien.

Die Mädchen und Jungen verbrachten zusammen ihre Freizeit, wurden aber auch gegen die HJ aktiv: mit Streuzetteln und Schlägereien. In kleineren Runden hörte man verbotene Radiosender und diskutierte über ein Deutschland ohne Nazis. 

Gestapo und Justiz verfolgten die Meuten, es kam zu Prozessen vor dem Volksgerichtshof wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“, einige wurden sogar in das Konzentrationslager Buchenwald verschleppt.

„Die Geschichte der Leipziger Meuten“ ist ein eindrucksvolles und umfassendes Zeugnis über jugendliches Aufbegehren und Kampf um Freiräume in der Zeit einer furchtbaren Diktatur. Ein Buch über Jugendkulturen, Nonkonformität, Opposition und Widerstand.

Der Autor und Historiker Sascha Lange hat mehr als zehn Jahre zu diesem Thema geforscht. Erstmals erscheint die ausführliche Geschichte der Leipziger Meuten.

Geöffnet ab 19 Uhr | Beginn um 20 Uhr | Rote Flora

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