Derzeit kursiert bei Instagram ein Mitschnitt unserer Veranstaltung mit Veronika Kracher und Feminism Unlimited Hamburg. Dieser Mitschnitt wurde ohne Absprache mit den Referent*innen oder uns angefertigt und veröffentlicht. Das, obwohl wir zu Beginn der Veranstaltung einen Mitschnitt und dessen Veröffentlichung angekündigt haben.
Wir wissen nicht, was das soll und was die Motivation dahinter ist. Es liegt allerdings nahe, dass das Ganze gezielt zur Diskreditierung und Diffamierung von Vero und der Veranstaltung dienen soll.
Dieses Vorgehen ist nicht nur unsolidarisch und politisch hochproblematisch, sondern bedient tief verankerte, immer wiederkehrende misogyne Narrative.
Die Reaktionen in den sozialen Medien, in denen diese autoritären Kräfte und Internet-Linke ihre politische Praxis bestreiten, bestätigen leider ein bekanntes Muster: Inhalte werden aus dem Zusammenhang gerissen, referierte Positionen lächerlich gemacht und durch persönliche Projektionen ersetzt.
Die teils offen misogynen, autoritären und antisemitischen Narrative, die sich dabei Bahn brechen, sind Ausdruck eines gewollt politischen Klimas, in dem gezielte Diskreditierung und Rufschädigung immer häufiger an die Stelle inhaltlicher Auseinandersetzung treten.
Das auch weiblich-gelesene Accounts bei dieser Farce mitmachen, verwundert nicht – Autoritarismus und ML-Fetisch ist keine Frage des Geschlechts, sondern des (autoritären) Charakters.
Dass die Veranstaltung selbst zur Zielscheibe von Diffamierungen gemacht wird, zeigt, wie tiefgreifend das Problem des Antisemitismus in linken Bewegungen tatsächlich ist.
An dieser Stelle nochmals vielen Dank an die über 200 Besucher*innen, die vielen Spenden für Feminism Unlimited Hamburg und natürlich Veronika Kracher.
Antifa-Tresen Juli 2025
An dieser Stelle veröffentlichen wir noch das Statement von feminism unlimited hamburg:
„Volle Solidarität mit Veronika Kracher
Wir freuen uns immer noch, dass wir die
Veranstaltung „Antisemitismus und Gewalt in
linken Bewegungen“ mit Veronika Kracher
unterstützen konnten.
Beim Antifa-Tresen am 18.7.2025 hielt sie
einen Input über die zunehmenden Angriffe
auf emanzipatorische Personen, Gruppen und
Räume welche antisemitismuskritische
Positionen vertreten. Von Beleidigungen über
Diffamierungen bis hin zu Morddrohungen
geht das Spektrum der Angriffe.
Veronika Kracher blieb hier aber nicht
stehen, sondern stellte weitere Thesen zu
den Beweggründen und der Haltung der
Angreifer*innen auf. Autoritär agierend und
unterkomplexe Lösungen bevorzugend, so
könnte man es sehr knapp
zusammenfassen.
Besonders bezeichnend ist in diesem
Zusammenhang das vermehrte
Umschlagen der Angriffe in misogyne
diffamierende Hetzkampagnen,
insbesondere gegen FLINTA*s, die dezidiert
differenzierte und emanzipatorische
Positionen vertreten. Wie, warum und in welchem Kontext ist jetzt
nachzuhören im offiziellen Audio-Mitschnitt
der Veranstaltung bei freie-radios.net.
Im Nachklapp zu der Veranstaltung
bestätigten sich die Thesen von Vero
Kracher leider auf verlässliche Weise.
Personen die, bei der Veranstaltung
anwesend waren, nahmen ohne
Einverständnis Beiträge der FLINTA*s auf
dem Podium auf, um anschließend
Teilstücke zu veröffentlichen, spöttisch
sowie entmenschlichend zu kommentieren
und verächtlich zu machen.
Die Gruppe aus deren Umfeld diese
Hetzkampagne maßgeblich vorangetrieben
wurde, greift seit Monaten emanzipatorische
Projekte wie die Rote Flora an, wobei sie
auch immer wieder mit bekannten
rechtsoffenen und querfrontlerischen
Gruppen zusammenarbeitet.
Die diffamierende Kampagne gegen
Vero Kracher illustriert einmal mehr die
autoritäre Einstellung der daran
beteiligten Gruppen und
Einzelpersonen und unterstreicht wie
wichtig die aufklärende Arbeit von Vero
Kracher ist.
Vielen Dank an den Antifa-Tresen und
besonders an Vero Kracher für ihre so
wertvolle Arbeit, ihren Mut und die
beständige Hoffnung auf ein gutes
Leben für Alle in diesen desaströsen
Zeiten.
Solidarische Grüße von
feminism unlimited hamburg“
Statement von Vero Kracher auf Instagram unter: http://www.instagram.com/p/DMaRUMiIvgf/
Statement des Plenums der Roten Flora vom 30.07.2025 unter: https://www.rote-flora.de/2025/unseren-genossinnen-unterstuetzung-kraft-liebe-solidaritaet/
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